„Wenn nur die Kohle zählt…“ Steinkohle aus Kolumbien für Strom in Europa (2.-4.11.2018)

Steinkohle wird in Kolumbien in großem Stil im Tagebau ausgebeutet und geht zu fast 100 Prozent in den Export – überwiegend nach Europa. In Deutschland wird kolumbianische Kohle größtenteils verstromt, vielleicht auch bald im geplanten Kohlekraftwerk in Stade. Von dem Milliardengeschäft profitieren nur einige Wenige: Bergbau-Multis und die Ener-gie-Konzerne. In Kolumbien bedeuten die Kohletagebaue Zwangsumsiedelungen und mas-sive Menschenrechtsverletzungen. Landschaft und Umwelt werden zerstört, Luft und Was-ser kontaminiert. Menschen werden krank und verlieren ihre Lebensgrundlage, so z.B. die afrokolumbianischen und indigenen Gemeinschaften in der Guajira im Norden des Kolum-biens.
Darüber berichten Yanet Idalis Guariyu Uriana von der indigenen Gemeinschaft in Provin-cial und die Menschenrechts-Anwältin Yessika Hoyos (CAJAR).
Professor Sergio Coronado Delgado (Menschenrechtsorganisation CINEP und Universidad Javeriana – Bogotá) erläutert die extraktivistische Wirtschaftpolitik Kolumbiens, Sebastian Rötters (urgewald) die Verantwortung von Konzernen für Menschenrechte entlang der Lieferkette.

Vertreter*innen von Ende Gelände und andere Umweltgruppen berichten über das in Sta-de geplante Kohlekraftwerk des Chemie-Multis DOW und die Bewegung dagegen.
Darüber hinaus stellen wir Materialien und Methoden zum Thema Kohle/Extraktivismus für die Bildungs- und Kampagnenarbeit vor. Wir haben außerdem Zeit und Raum ein für regen Diskussion und Austausch sowie gemeinsame Planung und Vernetzung eingeplant.
Das Seminar findet – mit Übersetzung – auf Deutsch und Spanisch statt. Gerne Materialien und Medien aus der eigenen Arbeit / Praxis mitbringen!

Ort: ABC Bildungs- und Tagungszentrum – Bauernreihe 1 – 21706 Drochtersen-Hüll
Das Seminar ist mit Unterbringung und Vollverpflegung!
Kostenbeitrag: 20 – 80 Euro (nach Selbsteinschätzung)
Anmeldegebühr bitte auf das Konto des ABC – Stichwort „Kolumbien“

Anreise:
– mit ÖPNV/Bahn bis Himmelpforten: Abholung um 16:08 Uhr – bitte Bedarf anmelden!
Auto (Angebote/Anfragen für Mitfahrgelegenheiten bitte im Anmeldeformular angeben)

[toggle title=“Programm“]
Freitag, 2.11.2018 – 17.00 bis 21.00 Uhr
bis 17.00 Uhr Ankunft / Einchecken
17.00 Uhr – Begrüßung / Vorstellung des Programms
Klärung organisatorischer Fragen
– Kennenlernen / Erwartungen / Austausch über die eigene Praxis
Moderation: Jochen Schüller / Juana Corral
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Was ist Extraktivismus?
Soziale und Umwelt-Implikationen an mehreren Beispielen: Palmöl-Produktion und Bergbau in Kolumbien / Extraktivismus als Entwicklungsstrategie
Input und Diskussion mit Sergio Coronado Delgado (angefragt)
CINEP und Universidad Javeriana / Bogotá, z.Zt. am LAI der Freien Uni Berlin
21.30 Uhr Ausklang
Optional: Film zu Agrarkraftstoffen (z.B. „Kein Brot für Öl“))

Samstag, 3.11.2018 – 9.30 bis 21.00 Uhr
8.30 Uhr Frühstück
9.30 Uhr Steinkohle-Tagebau in Kolumbien – Menschenrechte und Umwelt
Input und Diskussion mit Juana Corral
11.00 Uhr Kaffee-Pause
11.15 Uhr Unternehmen und Menschenrechte am Beispiel von Rohstoff- und Ener-gie-Konzernen
Input und Diskussion mit Sebastian Rötters / urgewald (angefragt)
13.15 Uhr Mittagessen / MITTAGSPAUSE
14.45 Uhr a) Methoden in der Bildungsarbeit zum Thema Extraktivismus
Input und Arbeitsgruppe mit Maria Fernanda Herrera
(Bildungsprojekt Info- Büro Nicaragua)
b) Methoden&Materialien „Rohstoffe“ für Bildungsarbeit / Schule
Input und Arbeitsgruppe mit Juana Corral
(AG Bergbau & Menschenrechte in Kolumbien)
c) „Wiki-Stade“ – ein partizipatives Projekt im Kampf für Umwelt und Klima
Input und Arbeitsgruppe mit Walter Tauber (freier Journalist – WIKISTADE)
16.15 Uhr KAFFEE-Pause
16.45 Uhr „No a la Mineria“ – Stoppt den Bergbau!
Berichte aus Kolumbien / Input und Diskussion
– Yessika Hoyos, Anwältin des Colectivo de Abogados José Alvear Restrepo
– Yanet Idalis Guariyu Uriana, Mitglied der indigenen Gemeinschaft von Provinci-al/Guajira betroffen vom Steinkohle-Tagebau CERREJON
Moderation – Jochen Schüller (freier Journalist)
18.15 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Ausklang und informeller Austausch
Film „La buena vida“ – Referent Jochen Schüller

Sonntag, 4.11.2014 – 10.00 bis 17.00 Uhr
8.30 Uhr Frühstück
9.30 Uhr „Buen Vivir“ – jenseits des Extraktivismus: Indigener Widerstand und ihre Konzepte von Wohlstand und Glück
Input und Diskussion mit Yanet Idalis Guariyu Uriana und Sergio Coronado
11.00 Uhr Kaffee-Pause
11.15 Uhr Fortsetzung der Diskussion mit Yanet Guariyu Uriana
Austausch über Möglichkeiten der Vernetzung, Kampagnen und Unterstützung
12.45 Uhr Mittagessen / MITTAGSPAUSE
14.15 Uhr Informationen über das geplante Kohlekraftwerk in Stade /
Vertreter/innen von Ende Gelände Hamburg u.a.
15.45 Uhr kurze Kaffeepause
16.00 Uhr Auswertung, Feedback und Ausblick
(Moderation: Jochen Schüller)
17.00 Uhr Ende / Abreise

[/toggle]

Mit Film was ändern? „Noch einmal die Welt retten!“ (4.-11.10.2018)

Mit Film was ändern? „Noch einmal die Welt retten!“ (4.-11.10.2018)

Nachdem der Kurzfilm „Wie die Weltrettung auf die Welt kam“ beim Deutschen Jugendfilmpreis im Rahmen des „31. Bundes.Festival.Film.“ in Hildesheim mit dem Team-Award ausgezeichnet wurde, könnt ihr “Noch einmal die Welt retten”.
Der Workshop in den Herbstferien bietet die Möglichkeit sich eine Woche lang mit verschiedenen Themen kreativ auseinanderzusetzen, den Umgang mit professionellem Filmequipment zu lernen und eigene Clips und Kurzfilme zu produzieren. Fertige Ergebnisse sollen unter dieWeltrettung.org veröffentlicht werden.

Gesellschaftliche Missstände? Soziale Ungerechtigkeit? Persönliche Probleme? Als Weltretter_innen habt ihr die Möglichkeit die Welt nach euren Vorstellungen zu ändern. Denn dieWeltrettung.org steht für eine Welt, die uns allen gehört, grenzenlos und inklusiv.

Die Veranstaltung richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Du kannst teilnehmen, egal ob du erst ein paar Monate in Deutschland bist und keine Deutschkenntnisse hast, ob du schon länger in Deutschland lebst oder hier geboren bist.

Dieses Seminar soll durch gemeinsame Arbeit eine Brücke schlagen. Dabei dienen Medien als Ausdrucksmittel, um eigene Sichtweisen auf lokale politische und soziale Themen zu artikulieren und Bedürfnisse und Forderungen öffentlich sichtbar zu machen. Medien sollen dabei zum Austausch untereinander dienen und gleichzeitig eine Öffnung für Außenstehende bieten.

Leitung:
Patrick Merz u.a.

Teilnahmebeitrag: 10 bis 120 Euro nach Selbsteinschätzung, inkl. Unterkunft und Vollverpflegung. Wenn Du den Teilnahmebeitrag nicht aufbringen kannst, aber gerne teilnehmen willst, sag uns bitte Bescheid! Wir finden eine Lösung.

Ort: ABC Bildungs- und Tagungszentrum, Bauernreihe 1, 21706 Drochtersen-Hüll

Zeiten:
Beginn 12.30h am Donnerstag 4.10.2018
Ende 15.30 h am Donnerstag 11.10.2018
Wir organisieren Shuttles zwischen Himmelpforten (letzte Station im HVV-Gesamtbereich) und Hüll für die Anreise (Zug um 12.07 Uhr) und Abreise (Zug um 15.51 Uhr).

Anmeldung: über das Formular unten, gerne könnt ihr uns aber auch per Mail oder Telefon kontaktieren, wenn das Formular ein Hindernis darstellt.

Fragen? Wende dich an Henning Wötzel-Herber: hwh(at)abc-huell.de, Telefon 0151-58571695

Diesen Workshop führen wir in Kooperation mit der Hüller Medienwerkstatt durch.

Das ABC ist anerkannter Träger der bpb

Ein Platz wird frei! – BFDler*in gesucht

Franca schlägt die erste Klappe bei „Adamstown“

Franca hat für ein Jahr Bundesfreiwilligen Dienst im ABC gemacht, dabei in der Produktionsleitung bei den Filmprojekten Adamstown und dieWeltrettung.org mitgearbeitet, eigene Seminare organisiert, Teilnehmende betreut, die Social Media-Arbeit mutgestaltet und vieles mehr… 

Franca schlägt die erste Klappe bei „Adamstown“
Franca schlägt die erste Klappe bei „Adamstown“

Letztes Jahr habe ich, Franca Ulrich, einen Bundesfreiwilligendienst hier im ABC gemacht. Du kannst das auch.

Du möchtest ein erlebnisreiches Jahr verbringen? Ein Jahr voller spannender Seminare, die du aktiv mitgestalten kannst? Ein Jahr, in dem du Einblick in einen sozialen Beruf erhältst? Ein Jahr, in dem du hinter die Kulissen des Bildungs- und Tagungszentrums schauen kannst? Und nebenbei sogar noch ein bisschen Taschengeld verdienst?

In den vergangenen 12 Monaten habe ich genau das hier im ABC gemacht. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, erfahren, was Jugendarbeit heißt und dabei Zeit gehabt, herauszufinden, was ich mit meiner Zukunft wirklich anfangen will.

Also! Worauf wartest du noch?

Wenn du nun auch darüber nachdenkst einen BFD im ABC zu machen, melde dich bei Henning Wötzel-Herber unter hwh(at)abc-huell.de oder (0151-58571695).