Dance & Power (Women* Only) (30.4.-3.5.2020)

Ein Workshop für junge Frauen mit und ohne Flucht/Migrationshintergrund

In diesem Seminar bekommen Frauen und Mädchen ab 16 Jahren die Möglichkeit, sich selbst in ihrer Kraft und Körperlichkeit zu erleben, ihre Stimme zu testen, sich eine Bühne zu nehmen. Tänzerisch wird sich mit ausladendem Bewegungsmaterial und Kraft beschäftigt, mit Tanz, Bodypercussion und Stimme die musikalischen Möglichkeiten des Körpers erforscht. Am Ende wird ein gemeinsamer kleiner Film entstehen, der jede einzelne mit ihren Fähigkeiten und Wünschen ernst nimmt und wiedergibt.

In wiederkehrenden Feedbackrunden und einer Schreibwerkstatt werden die Mädchen eingeladen, ihre Sozialisation zu reflektieren, ihre gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen zu hinterfragen und mit ihren tatsächlichen Bedürfnissen abzugleichen. Der theoretische Seminaranteil ist gleichermaßen wichtig wie der praktische Anteil, denn hier können in einem geschützten geschlechterhomogenen Rahmen Erfahrungen ausgetauscht und Handlungsoptionen aufgezeigt werden.

Begleitet werden sie von einer Choreographin/Bewegungspädagogin und einer Filmemacherin, deren Vermittlungskonzepte auf feministischen Körpertheorien beruhen.

Am Ende steht ein filmisches Ergebnis (oder auch mehrere), das je nach Interessen der Teilnehmenden unterschiedlich aussehen kann. Möglichkeiten sind z.B. kleine Clips von Einzelnen, ein choreographiertes Oneshot-Video, ein Musikclip oder eine Doku des Wochenendes.

Angefragte Referent*innen: Sarah Lasaki und Sophia Guttenhöfer

Verschoben: Land, Kultur, Autonomie: Indigene Bewegung im Cauca (Kolumbien), 3.-5.4.2020

Verschoben: Land, Kultur, Autonomie: Indigene Bewegung im Cauca (Kolumbien), 3.-5.4.2020

Tierra, cultura, autonomía: el movimiento indígena del Cauca (Colombia)

– español abajo –

Ein Seminar mit Vertreter*innen des CRIC

Veranstaltung auf Spanisch mit Dolmetschung

Die indigene Bewegung im Departement Cauca im Südwesten Kolumbiens ist einer der spannendsten Akteure der Zivilgesellschaft in Kolumbien: Sie blickt auf eine langjährige Geschichte im Ringen um die eigenen Rechte zurück.

Seit der Gründung ihrer regionalen Vertretung CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca) haben sie sich eine weitgehende Autonomie erstritten: Eigene Regierung und Bildung, Gesundheitssystem und Wirtschaftsbetriebe, Justiz und Verwaltung und die Guardia Indígena als Selbstschutz.

Alles basiert auf den eigenen Kulturen und Traditionen und einem eigenen Entwicklungsmodell, das ähnlich der Konzepte des „Buen Vivir“ ein Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur fordert.

Referent*innen:

  • Noelia Campo: mit 31 Jahren jüngstes Mitglied des neunköpfigen Vorstandsrates in der Geschichte des CRIC
  • Albeiro Camayo: Regionalkoordinator der Guardia Indígena
  • Jonas Rüger: Fachkraft von COMUNDO im Menschenrechtsprogramm des CRIC

Teilnahmebeitrag: 0 – 120€ (nach Selbsteinschätzung). Unsere Veranstaltungen kosten Geld, wir wollen aber niemanden ausschließen. Deswegen bieten wir unterschiedliche Preise an. Wenn ein Kostenbeitrag für Übernachtung, Verpflegung und Programm für dich möglich ist klick nach Selbsteinschätzung einen der unten stehenden Preise an. Wenn du es dir gar nicht leisten kannst, kannst du auch kostenlos teilnehmen.

Unterkunft: in Doppel- und Mehrbettzimmern mit Vollverpflegung 
Wünsche zu persönlichen Essenbedürfnissen wie vegan/vegetarisch/ohne Schwein/Rind/glutenfrei werden berücksichtigt.

Ort: ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Drochtersen-Hüll bei Hamburg / Stade

Zeiten: Beginn 18.30h (Shuttle um 18.08 ab Himmelpforten) am Freitag, 3.4.2020, Ende 14.15 h am Sonntag, 5.4.2020. Wir organisieren Shuttles zwischen Himmelpforten (HVV-Gesamtbereich) und Hüll.

Gefördert mit Mitteln des

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Tierra, cultura, autonomía: el movimiento indígena del Cauca (Colombia) 3.-5.4.2020

Un seminario con representantes del CRIC

Un evento en español con traducción 

El movimiento indígena del Departamento Cauca en el suroeste de Colombia es quizás uno de los actores más representativos dentro de la sociedad civil: Tiene una historia larga de lucha por sus derechos. 
Desde la fundación de su representación regional – el Consejo Regional Indigena del Cauca (CRIC) – el movimiento ha ganado una autonomia amplia con estructuras propias: Gobierno propio y educación, estructuras propias de salud y economía, justicia y administración – así como la Guardia Indígena como mecanismo de protección y control territorial. 
Todo basando en la cultura y tradición, con un modelo de desarrollo propio que piensa la vida y la economía en harmonía con la naturaleza. 

Ponentes:

  • Noelia Campo: con sus 31 años es la representante más joven del consejo de nueve miembros en la historia del CRIC 
  • Albeiro Camayo: Coordinador regional de la Guardia Indígena 
  • Jonas Rüger: cooperante de COMUNDO en el programa de derechos humanes del CRIC

Precio / contribución: 0 – 120€ (según tus propias posibilidades). Nuestro evento cuesta dinero, pero no queremos excluir a nadie. Por eso ofrecemos distintos precios de inscripción. Elije el precio / tu contribución para el evento con alojamiento y comida incluida segun tus propias posibilidades. Si tu puedes contribuir más, otros sin o con poco dinero pueden participar tambien.

Alojamiento: habitaciones dobles / multiples con pensión completa
Necesidades individuales con respeto a la comida se puede considerar: vegan/vegetariano/ alergias etc.

Lugar: ABC Bildungs- und Tagungszentrum en Drochtersen-Hüll cerca de Hamburg / Stade

Fecha y horas: comienzo 18.30h (Shuttle a las 18.08 desde Himmelpforten / estacion de tren) el viernes, 3.4.2020, terminamos a las 14.15 h el Domingo, 5.4.2020. 
Organizamos el transporte (Shuttle) entre Himmelpforten (HVV-Gesamtbereich) y Hüll.

Apoyado con fondos de

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Verschoben: Setzt eure Zukunft in Szene (7.-9.04.2020)

Verschoben: Setzt eure Zukunft in Szene (7.-9.04.2020)

Du willst dich mit Menschen treffen, denen die Zukunft auch nicht egal ist? Dann nutze die (Ferien-)Zeit vor Ostern und triff dich bei uns mit Menschen, die über Probleme, Lösungen und Visionen für eine nachhaltige Zukunft diskutieren wollen. Gemeinsam bilden wir uns weiter und bilden wir uns unsere Meinung – beim Improtheater, durch Inputs und beim Fotografieren und Filmen.

Die wichtigsten Infos

Wer kann mitmachen: Willkommen sind alle Menschen ab 14 Jahre. Es ist egal, welche Sprache, Herkunft, Gender, sexuelle Orientierung, körperliche Verfassung du hast. Du musst nur Lust auf das Projekt haben.

Was machen wir? Diskutieren, philosophieren, Improvisationstheater, fotografieren, filmen – alles rund um das Klima unserer Zeit.

Teilnahmebeitrag: kostenlos. Spenden sind erwünscht.

Unterkunft: in Mehrbettzimmern mit Vollverpflegung (Wünsche zu persönlichen Essensbedürfnissen (vegan/vegetarisch/ohne Schwein/Rind/glutenfrei werden berücksichtig)

Ort: ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Drochtersen-Hüll bei Hamburg / Stade

Zeiten: 
Dienstag, 7.4., 10.30h (Shuttle um 10.08 ab Himmelpforten)
Donnerstag, 9.4., 16.15 Uhr (Bahn um 16.50 Uhr ab Himmelpforten)
Wir organisieren Shuttles zwischen Himmelpforten (HVV-Gesamtbereich) und Hüll.

Fragen / Anmeldung: 
Fragen beantworten euch gerne Andrea Keller: bildung@abc-huell.de
Anmeldung über untenstehendes Formular.

Bodymusic & Dance – Ein Bericht vom ersten Bodypercussion-Workshop im ABC

Bodymusic & Dance – Ein Bericht vom ersten Bodypercussion-Workshop im ABC
Sarah in Action

Ende Januar fand der erste Bodypercussion-Workshop im ABC im Rahmen von SHIFT IT statt. Wir konnten dafür Sarah Lasaki engagieren, die lange mit STOMP auf Welttournee war. Um es vorwegzunehmen: der Workshop war so super, dass wir ihn gerne noch einmal anbieten wollen! 

Was ist eigentlich Bodypercussion? Fast keine*r der Teilnehmenden hatte eine wirkliche Idee. Aber die Neugier und die Motivation etwas Neues kennenzulernen war stark spürbar. Die Begeisterung nach den ersten Bodydance-Versuchen war groß – was für ein tolles Musikinstrument ist der Körper! Aber: selbst einfache Rhythmen zu lernen ist nicht so einfach wie es erstmal aussieht. Schüchternheit mit den neuartigen Bewegungen und Sounds, die vor der noch nicht so gut bekannten Gruppe entstehen, Körperkoordination und Ungeduld spielten eine Rolle. Auch die Zusammenarbeit als Gesamtgruppe brauchte seine Zeit: Wie wichtig ist es, aufmerksam zuzuhören und zu beobachten, was in der Gruppe passiert, um gemeinsam einen gut klingenden Rhythmus zu erzeuge

Fleißig am Üben…

Nachdem die Scheu gefallen war, bestand die erste Aufgabe darin, zu zweit einen kleinen Rätselfilmclip zu erstellen, da der Workshop ja filmisch begleitet wurde. Unter schwarzem Bild liegt ein mit dem Körper erzeugter Sound mit der Frage: Was hörst du? Später wird das Körperteil sichtbar, wie es den Sound erzeugt und der Name des Körperteils wird eingeblendet. Der zweite Teil des Nachmittags war dem Lernen verschiedener Beats gewidmet und zum Beispiel der Frage: Was ist der Unterschied von on- zu offbeat und welche Musikrichtungen benutzen welche Beats? Zum Ende des Tages wurden in Kleingruppen die ersten eigenen Beats gebaut, unter Berücksichtigung von choreographischen Überlegungen für einen kurzen Film. Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem gemeinsam improvisierten Soundorchester.

Spaß beim Proben

Der dritte Tag begann mit dem Schauen der filmischen Rätsel: Was hörst du? Einige Sekunden war nur Klang zu hören, dann kam die visuelle Lösung. Die Lösungen waren oft überraschend. Nicht einordnebare oder irreführende Klänge waren zu hören, die mit Händen, Fingern, Armen, sogar mit der Nase erzeugt wurden. Weiter ging es mit dem Erlernen von neuen Rhythmen und der Ausarbeitung der eigenen Kompositionen vom Vortag in Kleingruppen. Am Nachmittag begann dann die Arbeit, die selbst kreierten Kompositionen in einem Videoclip zu verarbeiten. Am Abend begannen die Gruppen mit dem Schnitt ihrer Aufnahmen, teils bis spät in die Nacht hinein.

Der Sonntag begann mit der Vorführung der entwickelten Kompositionen. Jede Gruppe suchte sich ihr räumliches Setting, in dem sie ihre Komposition live zum Besten geben wollte. Anschließend wurden gemeinsam weitere Rhythmen gelernt, die mit einer Improvisationsrunde endeten. Zum Abschluss des körperlichen Teils des Workshops gab es ein ausgiebiges Dehnprogramm, denn die körperliche Beanspruchung bei Bodypercussion ist nicht zu unterschätzen, wie bei allen Teilnehmenden klar spürbar war. Nach dem Mittagsessen war Zeit, endlich die fertigen Videos zu schauen. Über jedes Video wurde gemeinsam gesprochen: Wie war der Entstehungsprozess, was hat sich von der Grundidee des Videos eingelöst, wo waren die Schwierigkeiten? In der folgenden Abschlussrunde wurde deutlich: Es waren sehr intensive Tage und alle Teilnehmenden haben zwischenzeitlich ihre Komfortzone verlassen. Sei es durch körperliche Anstrengung, rhythmische Überforderung, sich in komischen Posen und Geräuschen exponieren oder gestalterischen Möglichkeiten für den Videoclip suchen. Aber die Motivation blieb die ganzen Tage ungebrochen, alle waren sich einig: „Wir wollen mehr!“.

Sicher ist: dieser Workshop war bestimmt nicht der letzte Bodypercussion-Workshop. Wir planen wie gesagt bereits einen weiteren Workshop. Also: Stay tuned!

Unten gibt es neben ein paar Fotos die Videos vom Wochenende zu sehen. Wie findet ihr sie? Habt ihr Lust bekommen auf Bodymusic? Kommentiert gerne!